Sep 8

Atemalkoholtests – 50 % sind falsch

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Gerade will die Politik die Messung bei Trunkenheitsfahrten vereinfachen. Bisher musste der Alkohol im Blut nachgewiesen werden. Der Atemalkoholtest war nur für Ordnungswidrigkeiten ausreichend.

Doch nun stellt sich in einer Untersuchung heraus, dass die Atemalkoholmessung reihenweise falsch sind. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Verkehrsmedizin (DGVM) am 10. gemeinsamen Symposium der DGVM und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie in München mitgeteilt und beruft sich auf eine Polizeistudie in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit einem solch unsicheren Verfahren darf keiner wegen einer Straftat verurteilt werden.
Rechtsanwalt Sascha Petzold

Das berichtet die Augsburger Allgemeine am 5.September und am 6.September 2014.

Strafverteidiger Sascha Petzold rät:

Wenn Sie in eine Verkehrskontrolle geraten. Stimmen Sie einer Atemalkoholkontrolle („Sind Sie bereit zu blasen?“) nicht zu. Sie können Ihre Situation nur verschlechtern.
  1. RA JM 9 Sep 2014 | reply

    @ Sascha Petzold:
    Eben. Die Verweigerung dürfte nahezu zwingend zu einer Blutprobe führen.

  2. RA JM 8 Sep 2014 | reply

    „Sie können Ihre Situation nur verschlechtern.“?

    Nicht zwingend, wie der Kollege Rainer Pohlen zutreffend hier anmerkt.

    • Sascha Petzold 9 Sep 2014 | reply

      @ RA JM
      Das Problem ist aber, dass ein Atemalkoholtest, wenn er positiv ausfällt, eine Blutprobe nach sich ziehen wird und den hierfür benötigten dringenden Tatverdacht begründen wird. Aber es gibt freilich auch die Befürchtung, dass die Polizeibeamten bei verweigertem Atemalkoholtest eine Blutprobe auch ohne dringenden Tatverdacht durchsetzen werden.

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